Hier wird kein valider Vergleich vorgenommen, sondern ein methodisch unhaltbares Konstrukt präsentiert:
Verglichen wird ein fiktives, maximal hochgerechnetes Einkommen für 2026 – basierend auf unrealistischen „Vollzeit“-Annahmen – mit realen Durchschnittseinkommen ärztlicher Praxen aus dem Jahr 2024 – also veralteten Daten, die die heutige Einkommenssituation nicht mehr abbilden.
Dabei wird nicht mit den maximal möglichen Einkommen der Ärzte verglichen, sondern gezielt mit dem Durchschnitt der am schlechtesten vergüteten Arztgruppen.
Selbst dieser Durchschnitt wird weiter nach unten verzerrt, indem willkürlich einzelne Leistungsbereiche aus den Umsätzen herausgerechnet werden.
Es entsteht kein Vergleich, sondern eine gezielte Konstruktion:
oben ein theoretisch aufgeblähtes Maximalszenario – unten ein künstlich abgesenkter Durchschnitt.
Ein solcher Vergleich ist unzulässig: als würde das Durchschnittstempo der langsamsten Fahrzeuge zum Maximaltempo erklärt – und anschließend weiter abgesenkt.
Die Absurdität wird noch deutlicher: Den Krankenkassen liegen aktuelle, reale Abrechnungsdaten zu tatsächlichen Einkommen vor. Diese werden jedoch nicht verwendet. Stattdessen wird auf modellierte, künstlich aufgeblähte Werte zurückgegriffen, die ein verzerrtes Bild erzeugen.
Das Ergebnis ist kein Befund – sondern ein politisch konstruiertes Narrativ.