Psychotherapieverbund
Psychotherapieverbund

Approbiert · eigenverantwortlich · unabhängig

Ein Verbund für persönlich verantwortete Psychotherapie

Der Psychotherapieverbund richtet sich an approbierte Psychotherapeut:innen, die ihre therapeutische Arbeit persönlich, fachkundig und eigenverantwortlich ausüben. Ziel ist eine klare, unabhängige und professionelle Sichtbarkeit – für Patient:innen, aber vor allem auch für eine Psychotherapie, die nicht auf Vermittlungslogik, Plattforminteressen oder institutionelle Sammelprofile reduziert wird.

Warum es den Verbund gibt

Die öffentliche Suche nach Psychotherapie ist zunehmend unübersichtlich. Auf vielen Plattformen stehen approbierte Psychotherapeut:innen neben Coaching-Angeboten, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, institutionellen Praxisprofilen oder kommerziellen Vermittlungsstrukturen.

Dadurch wird für Patient:innen schwer erkennbar, wer tatsächlich approbiert ist, wer die Behandlung persönlich verantwortet und welche fachliche Qualifikation hinter einem Angebot steht. Zugleich trägt diese Vermischung dazu bei, den Begriff „Psychotherapie“ in der öffentlichen Wahrnehmung zu verwässern.

Der Psychotherapieverbund setzt dem eine klare berufliche Haltung entgegen: Psychotherapie ist eine qualifizierte, gesetzlich geregelte und persönlich verantwortete heilkundliche Tätigkeit. Diese professionelle Identität soll sichtbar, verständlich und unabhängig dargestellt werden.

Fachliche Klarheit

Approbation, Fachkunde und therapeutische Verantwortung stehen im Mittelpunkt.

Persönliche Verantwortung

Sichtbar wird die konkrete Behandlerin oder der konkrete Behandler – nicht eine anonyme Struktur.

Unabhängige Sichtbarkeit

Sichtbarkeit entsteht nicht durch bezahlte Rankings, Vermittlungsprovisionen oder institutionelle Einflussnahme.

Eigenverantwortlichkeit als Aufnahmekriterium

Der Verbund steht nicht nur für Approbation, sondern ausdrücklich für persönlich verantwortete psychotherapeutische Tätigkeit. Ein Profil soll erkennbar machen, welche Psychotherapeutin oder welcher Psychotherapeut selbst behandelt, fachlich entscheidet und für die therapeutische Arbeit einsteht.

Deshalb versteht sich der Psychotherapieverbund nicht als Plattform für Einrichtungen, Praxisunternehmen, MVZ-Strukturen oder organisatorische Sammelprofile. Auch wenn in solchen Strukturen approbierte Psychotherapeut:innen tätig sein können, würde eine Nutzung des Verbunds zur Sichtbarkeit oder Auslastung solcher Strukturen dem Ziel des Verbunds widersprechen: sichtbar werden soll die eigenverantwortliche therapeutische Person – nicht eine Organisation, die Patient:innen intern weiterverteilt.

Persönlich verantwortete Psychotherapie

Das Profil bezieht sich auf die eigene psychotherapeutische Tätigkeit der eingetragenen Person. Sichtbar wird, wer behandelt, fachlich entscheidet und für die therapeutische Arbeit verantwortlich ist.

Eigenständige therapeutische Tätigkeit statt institutioneller Akquise

Ein Profil soll die eigene, fachlich und organisatorisch eigenverantwortete psychotherapeutische Tätigkeit sichtbar machen. Nicht passend sind Profile, die im Rahmen einer MVZ-Struktur, eines Praxisunternehmens, eines größeren Teams oder einer institutionellen Patient:innenakquise angelegt werden – auch dann nicht, wenn einzelne dort tätige Personen approbiert sind.

Direkter Kontakt statt interner Weiterleitung

Patient:innen sollen wissen, wen sie kontaktieren. Der Verbund dient nicht dazu, Anfragen zu sammeln und anschließend an angestellte Mitarbeitende, andere Standorte oder externe Behandler:innen weiterzuleiten.

Gegen die Entprofessionalisierung des Begriffs Psychotherapie

Psychotherapie unterscheidet sich grundlegend von allgemeiner Beratung, Coaching oder frei verwendeten Dienstleistungsbezeichnungen. Sie ist eine heilkundliche Tätigkeit mit gesetzlich geregelter Qualifikation, Approbation, Fachkunde, Berufsordnung und Kammeraufsicht.

Wenn Suchplattformen sehr unterschiedliche Angebote unter dem Oberbegriff „Psychotherapie“ nebeneinanderstellen, entsteht für Patient:innen der Eindruck, es handele sich um vergleichbare Leistungen. Genau hier setzt der Verbund einen professionellen Gegenakzent.

Der Psychotherapieverbund will den Begriff Psychotherapie in der Öffentlichkeit klarer machen: als qualifizierte Behandlung durch approbierte Psychotherapeut:innen und ärztliche Psychotherapeut:innen mit anerkannter Fachkunde.

Approbation statt unklarer Selbstauskunft
Fachkunde statt bloßer Themenbehauptung
Berufsrechtliche Verantwortung statt Plattformlogik
Persönlicher Kontakt statt anonymer Vermittlung

Qualitätsstandards im Verbund

Im Psychotherapieverbund sind ausschließlich Psychotherapeut:innen vertreten, deren Qualifikation auf gesetzlich geregelten Ausbildungs- oder Weiterbildungswegen beruht. Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut:in“ ist in Deutschland geschützt und an klare fachliche Voraussetzungen gebunden.

Der Verbund richtet sich insbesondere an:

Psychologische Psychotherapeut:innen
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Fachpsychotherapeut:innen im neuen Weiterbildungssystem

Entscheidend ist nicht nur die formale Qualifikation, sondern auch die Art der Darstellung: Das Profil soll transparent zeigen, wer behandelt, welche Fachkunde vorliegt, wie die Praxis erreichbar ist und in welchem Rahmen Patient:innen Kontakt aufnehmen können.

Unabhängigkeit und Finanzierung

Der Psychotherapieverbund wird derzeit ehrenamtlich aufgebaut. Diese Unabhängigkeit ist kein Nebenaspekt, sondern Teil des fachlichen Selbstverständnisses: Der Verbund soll nicht durch Krankenkassen, Kliniken, MVZ, Praxisunternehmen, Vermittlungsanbieter oder sonstige institutionelle Interessen gesteuert werden.

Der Profileintrag ist in der Aufbauphase kostenfrei, damit eine kritische Masse approbierter und eigenverantwortlich arbeitender Psychotherapeut:innen sichtbar werden kann. Langfristig soll der Verbund jedoch nicht allein von ehrenamtlicher Verfügbarkeit abhängen, sondern dauerhaft unabhängig, werbefrei und kostendeckend betrieben werden können.

Sollte künftig ein moderater Kostenbeitrag eingeführt werden, geschieht dies transparent, frühzeitig und ohne automatische Zahlungspflicht. Ein solcher Beitrag dient ausschließlich dem technischen Betrieb, Datenschutz, Qualitätssicherung, Profilprüfung, Support und der Weiterentwicklung des Verbunds.

Nicht vorgesehen sind bezahlte Rankings, vermittlungsabhängige Provisionen oder bevorzugte Platzierungen. Finanzierung darf die fachliche Unabhängigkeit des Verbunds nicht unterlaufen.

Wer Teil des Verbunds werden kann

Der Verbund richtet sich an approbierte Psychotherapeut:innen und ärztliche Psychotherapeut:innen mit anerkannter Fachkunde, die ihre psychotherapeutische Tätigkeit persönlich, eigenverantwortlich und unabhängig darstellen möchten.

Geeignet ist ein Profil, wenn es Ihre eigene therapeutische Tätigkeit beschreibt: Ihre Qualifikation, Ihre Arbeitsweise, Ihre Praxis, Ihre Erreichbarkeit und Ihre Verantwortung gegenüber Patient:innen.

Nicht passend sind Profile, die im Rahmen einer Einrichtung, eines MVZ, eines Praxisunternehmens, eines größeren Teams oder einer institutionellen Patient:innenakquise angelegt werden. Das gilt auch für Einzelprofile, wenn sie faktisch der Sichtbarkeit oder Auslastung einer solchen Struktur dienen. Der Verbund soll keine Plattform für institutionelle Akquise sein, sondern eine fachlich klare Sichtbarkeit persönlich verantworteter Psychotherapie schaffen.

Der Eintrag ist in der aktuellen Aufbauphase kostenfrei. Ihr Profil gestalten Sie selbst; Veröffentlichung und Aktualisierung bleiben vollständig in Ihrer Hand.

Sie haben Fragen zur Aufnahme oder zum Selbstverständnis des Verbunds?