Eine chronische körperliche Erkrankung kann weit über die körperlichen Beschwerden hinaus in das eigene Leben hineinwirken. Sie kann den Alltag verändern, Zukunftsängste auslösen, mit Verlusten oder Einschränkungen verbunden sein und immer wieder die Frage aufwerfen, wie viel Raum die Erkrankung im eigenen Leben einnehmen soll.
Diese Gruppe richtet sich an Erwachsene mit unterschiedlichen chronischen körperlichen Erkrankungen. Im Mittelpunkt stehen deshalb weniger die Besonderheiten einer einzelnen Diagnose als gemeinsame Erfahrungen: der Umgang mit Unsicherheit und Kontrollverlust, schwierigen Gedanken und Gefühlen, Veränderungen des eigenen Körperbildes, Selbstkritik, Überforderung oder dem Druck, mit der Erkrankung „richtig“ umgehen zu müssen. Auch Selbstfürsorge, Grenzen, Beziehungen und die Balance zwischen notwendigen krankheitsbezogenen Anforderungen und anderen wichtigen Lebensbereichen können Thema sein.
Die Gruppe ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet und orientiert sich insbesondere an der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Gemeinsam geht es darum, einen flexibleren Umgang mit Belastungen zu entwickeln und trotz der Dinge, die sich nicht oder nur begrenzt verändern lassen, wieder mehr Raum für ein selbstbestimmtes und an den eigenen Werten orientiertes Leben zu schaffen.