Diese Gruppe richtet sich an trans*, nichtbinäre und genderdiverse Erwachsene, die sich psychotherapeutische Begleitung in einem geschützten Gruppenrahmen wünschen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, die eigene geschlechtliche Identität zu „behandeln“. Im Mittelpunkt stehen vielmehr psychische Belastungen und Herausforderungen, die im Zusammenhang mit Geschlecht, Dysphorie, Transition oder Erfahrungen im sozialen Umfeld auftreten können.
Mögliche Themen sind beispielsweise der Umgang mit Dysphorie und belastenden Gedanken, Selbstzweifeln und Selbstkritik, Minderheitenstress, Coming-out, Reaktionen anderer Menschen, Beziehungen, Veränderungen im Rahmen einer Transition oder die Frage, wie der eigene Alltag stimmiger und selbstbestimmter gestaltet werden kann.
Die Gruppe ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet und orientiert sich insbesondere an der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Neben konkreten therapeutischen Übungen bietet die Gruppe Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und unterschiedliche Erfahrungen und Lebenswege. Ziel ist nicht, schwierige Gefühle vollständig zu vermeiden, sondern einen hilfreichen Umgang mit ihnen zu entwickeln und mehr Handlungsspielraum für das zu gewinnen, was im eigenen Leben wichtig ist.
Psychotherapeutische Begleitung im Rahmen einer Transition
Die Gruppe kann auch zur psychotherapeutischen Begleitung einer medizinischen Transition genutzt werden. Bei entsprechender individueller Indikation können im Rahmen der Behandlung auch Befund- und Verlaufsberichte sowie Indikationsschreiben für geschlechtsangleichende medizinische Maßnahmen erstellt werden.